Tipps Gegen Haarausfall

Haarausfall-Ursachen: Krankheiten & Medikamente

Haare sind “lebende Proteine”, weshalb, genau wie jeder anderen Bereich des Körpers, auch die Gesundheit unserer Haare beeinflusst werden kann. Durch unausgewogene Nahrungsaufnahme (Fast Food, Fertiggerichte etc.), Umwelteinflüsse und Medikamente schwächen wir aber unseren Körper, und machen ihn somit anfälliger für Krankheiten.

Ein geschwächtes Immunsystem kann auf Dauer keine gesunden Haare produzieren. Folgende Probleme konnten in den letzten Jahren als krankheits- und medikamentenbedingte Ursachen von Haarausfall identifiziert werden.

  • Seborrhö ist eine nicht ansteckende Hautentzündung, die sich durch extreme Öligkeit der Haut (ohne Rötungen und Krustenbildung), insbesondere der Kopfhaut, charakterisiert. Die gesteigerte Talgproduktion (Seborrhoe) der Haut führt zu einem öligen bzw. fettig erscheinenden Hautbild auf der Kopfhaut. Diese Überproduktion von Talg kann zu Haarverlust führen, denn sobald die Talgdrüsen der Kopfhaut zu viel Talg produzieren, werden die Poren verstopft und das Haar kann nicht optimal wachsen.
  • Schilddrüsenerkrankungen können zu Haarausfall führen, allerdings kann dies mit entsprechender medizinischer Behandlung rückgängig gemacht werden. Der Arzt kann die Menge der die Schilddrüse stimulierenden Hormone im Blut messen – wenn man zu viele oder zu wenige davon hat, werden Medikamente benötigt um diese Hormone zu regulieren.
  • Chemotherapie: Die meisten Inhaltsstoffe einer Chemotherapie stoppen die Zelltrennung der Haarzellen – Folge davon ist, dass Haare ausdünnen und brechen, was im Regelfall 2-3 Wochen nach Beginn der Chemotherapie beginnt. Der Patient verliert möglicherweise alle Haare, welche aber wieder nachwachsen, sobald die Chemotherapie beendet wird.
  • Seborrhoisches Ekzem oder Seborrhoische Dermatitis ist ein Hautausschlag (Ekzem), der insbesondere auf der Kopfhaut und im Gesicht auftritt und meist mit Schuppungen verbunden ist. Ein Seborrhoisches Ekzem kann bei Erwachsenen in unterschiedlicher Ausprägung auftreten (mit sowie ohne Schuppungen und Rötungen). Behandelt wird die Krankheit mit corticosteroid-haltigen Cremes, sowie mit Shampoos, die Pinienharz, Selen-Sulfid oder Salizylsäure enthalten.
  • Verschreibungspflichtige Medikamente, wie z.B. Blutverdünner, bestimmte Gicht- und Arthritismedikamente oder Mittel gegen Akne und Schuppenflechte, können bei einigen Menschen zu temporärem Haarausfall führen.
  • Infektionen: Ringwürmer, oder Ringelflechte, ist bei Kindern eine keinesfalls unübliche Pilzinfektion und kann zu Haarausfall führen.
  • Psoriasis capillitii (Kopfhautpsoriasis) ist eine Form der Schuppenflechte, die nicht ansteckend ist und auf der Kopfhaut als chronische, feste Schuppenbeläge in Erscheinung tritt. Die Psoriasis kann dabei sowohl auf dem behaarten Bereich, als auch nicht behaarten Bereich des Kopfes auftreten. In leichten Fällen tritt bei Kopfhautpsoriasis kein Haarausfall auf, schwer wiegendere Fälle können Haarverlust zur Folge haben. Charakteristisch ist eine Rötung der Kopfhaut, verbunden mit Juckreiz. Häufigste Ursache von Psoriasis ist emotionaler Stress und Medikamentenunverträglichkeit.

Generell ist ein Arztbesuch dann zu empfehlen, wenn Haarverlust zusammen mit folgenden Symptomen festgestellt wird: Hautprobleme, Atemprobleme, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Erbrechen, Fieber, Schmerzen, Verstopfung oder Durchfall.


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