Tipps Gegen Haarausfall

Haarausfall-Ursachen: Haarausfall & Ernährung

Obwohl es eine ganze Reihe von Gründen gibt, warum Menschen ihre Haare verlieren, hat sich doch gezeigt, dass besonders eine schlechte, unausgewogene Ernährung besonders zu vorzeitigem Haarausfall beitragen kann. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Qualität der Haare bzw. des Haarwuchses und den Nahrungsmitteln, die wir täglich zu uns nehmen. Folgende Nahrungsmittel sollten daher nur in geringen Mengen konsumiert werden:

  • Fertiggerichte, Mikrowellengerichte und Fast Food enthalten zumeist völlig unzureichende Mengen an für den Haarwuchs wichtigen Vitaminen und Mineralien. Nahrungsmittel verlieren Nährstoffe, wenn sie zu heiß gekocht, gebraten oder in der Mikrowelle erhitzt werden – und ohne genügend Nährstoffe neigt der Mensch zu Haarausfall. Rohes, ungekochtes Gemüse oder Vitamin- und Mineralienergänzungen geben den Haaren ausreichend Nähr- und Vitalstoffe.
  • Soft Drinks und Zucker: die meisten Soft Drinks sind absolute Zucker-Bomben (selbst Diät-Soft-Drinks!) mit der vergleichbaren Menge von ca. 10 Zuckerwürfeln pro Dose! Den meisten Menschen ist leider nicht bewusst, wie viel Zucker sie pro Tag zu sich nehmen, nämlich im Schnitt 18 Teelöffel (Teenager 32 Teelöffel). Zu viel Zucker kann dem Körper Nährstoffe entziehen und die Adrenalinwerte erhöhen – dies führt zu einer erhöhten Androgen-Produktion, was androgenetische Alopezie (Haarausfall) auslösen kann.
  • Zu viel Salz: Untersuchungen haben ergeben, dass das Konsumieren von zu viel Tafelsalz Haarausfall auslösen kann. Alternativen sind Jodsalz (für Menschen mit Jodmangel), wobei Fisch die gesündere Jod-Alternative ist als Jodsalz. Meersalz kann ebenso verwendet werden.
  • Gesättigte Fette: das Verzehren von Nahrungsmitteln reich an gesättigten Fetten kann möglicherweise den Anstieg von DHT (Dihydrotestosteron) im Körper zur Folge haben, was Haarausfall beschleunigen kann.
  • Zu wenig Protein: Wird der Körper mit zu wenig Protein versorgt (Risikogruppen: Vegetarier, proteinarme Diäten, Menschen mit abnormalem Essverhalten), drosselt der Körper die Proteinproduktion, indem wachsende Haare in eine Ruhephase gebracht werden. Zu wenig Protein kann innerhalb von 2 bis 3 Monaten zu büschelweisem Haarausfall führen.

Gegen Haarausfall: Vitamine, Mineralien und gesunde Ernährung

Haare benötigen, genauso wie jeder andere Teil unseres Körpers, eine angemessene Menge an Vitaminen und Mineralien, um gesund zu bleiben und weiter zu wachsen. Daher ist es für Menschen mit Haarproblemen besonders wichtig, auf die Einnahme von folgenden, für gesunde Haare relevanten Vitaminen, Mineralien und Nahrungsmitteln zu achten:

Vitamin A ist eine Schlüsselkomponente für die Bildung von gesunden Zellen und gesundem Gewebe im Körper – was natürlich auch für die Haare gilt. Zusammen mit Kieselerde und Zink stoppt Vitamin A das Verstopfen von Talgdrüsen. Talg ist unerlässlich für optimale Bedingungen im Haarfollikel.

Vitamin B-6, Folsäure, Biotin und Vitamin B-12 sind wichtig, um gesunde Hämoglobinwerte im Blut aufrecht zu erhalten. Die Hauptaufgabe unseres eisenhaltigen Hämoglobins ist der Transport von Sauerstoff von den Lungen zum Körpergewebe, also auch zum Kopfbereich. Kopfhaut und Haare leiden demnach darunter, wenn diese Vitamine fehlen. Kichererbsen enthalten große Mengen an Vitamin B-6 (und Zink).

Vitamin E fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Soja enthält große Mengen an Eisen und Vitamin E, das den Körper bei der Aufnahme und dem Transport von Sauerstoff unterstützt und die Blutzirkulation auf der Kopfhaut verbessert. Ohne ausreichend Sauerstoff kann das Haar nicht wachsen. Organisches Sojapulver reich an Vitamin E gibt es hier.

Eisen wird zur Bildung von Hämoglobin benötigt – Hämoglobin transportiert Sauerstoff in die Haare. Natürliche Quellen an Eisen sind z.B. Vollkorn- und Getreideprodukte, Soja, Mandeln, Kichererbsen und die meisten Gemüsesorten.

Zink ist wichtig für gesunden Haarwuchs, denn es ist verantwortlich für die Zellproduktion, Gewebewachstum- und Wiederherstellung sowie für das optimale Funktionieren der Öl absondernden Drüsen (Talgdrüsen) der Kopfhaut. Zudem spielt Zink eine große Rolle bei der Bildung von Haarproteinen und verringert die Bildung von Schuppen. Kichererbsen sind reich an Zink (und Vitamin B-6).

Kieselerde gibt dem Haar Kraft und Struktur, und obwohl es nicht zwingenderweise Haarausfall stoppt, stoppt es doch zuverlässig Haarbruch. Kieselerde stimuliert den Zellstoffwechsel, so dass Haare länger leben. Kieselerde gibt es hier.

Mandeln sind eine reichhaltige Quelle an pflanzlichem Protein, Eisen und Vitamin E. Mandeln unterstützen den Körper dabei, Cholesterinwerte zu senken, so dass man ggf. (wenn dies erforderlich sein sollte) auf die Einnahme von Cholesterin senkenden Medikamenten verzichten könnte. Einige Cholesterin senkende Medikamente verursachen Haarausfall.

Orangen oder Orangensaft (ungezuckert) enthält viel Vitamin C. Vitamin C spielt eine wesentliche Rolle bei der Bildung von Kollagen, was wichtig für kräftigen Haarwuchs ist.

Fisch enthält viel Vitamin A, Vitamin B-6, Eiweiß und essentielle Fettsäuren (EFA). EFAs sind wichtig bei bei der Bildung von gesunden Nägeln und Haaren.


Wenn Sie sich gesund ernähren und darauf achten, nicht zu viel Fett, dafür aber viel Fisch, Gemüse und Vollkornprodukte zu essen, kann sich dies spürbar gegen Haarausfall und positiv für das Haarwachstum auswirken.


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